Blick über den Tellerrand (Die Fischereiabgabe)

Liebe Mitglieder und Freunde des ASV Hasselroth,

heute möchten wir in unserer Rubrik „Hintergrund“ einmal den Blick über die hessischen Landesgrenzen hinauswerfen und ein Thema beleuchten, das unter organisierten Anglern und Naturschützern in ganz Deutschland immer wieder für Diskussionen sorgt:
“Die Sinnhaftigkeit der staatlichen Fischereiabgabe.”
Wer in Hessen seinen Fischereischein löst oder aktualisiert, zahlt neben den Verwaltungsgebühren eine Fischereiabgabe. Diese Gelder fließen in den staatlichen Topf und sollen zweckgebunden der Förderung des Fischereiwesens, der Forschung und dem Gewässerschutz zugutekommen. So weit, so gut.
**Das sächsische Modell: Geht es auch ohne Bürokratiemonster?**
Seit Jahren zeigt jedoch ein Blick nach Sachsen, dass es auch ganz anders geht. Dort wurde die Fischereiabgabe mit dem Argument des Bürokratieabbaus abgeschafft. Der dortige Landesverband und die Vereine beweisen erfolgreich, dass der Schutz der Gewässer und die Bestandspflege nicht von staatlich verwalteten Zusatzabgaben abhängen. Im Gegenteil: Wenn das Geld direkt bei den Vereinen an der Basis verbleibt, kann es oft wesentlich unbürokratischer, schneller und zielgerichteter genau dort eingesetzt werden, wo es am dringendsten gebraucht wird – direkt am Ufer.
**Die Vereine als tragende Säule des Naturschutzes**
Ob mit oder ohne staatliche Sonderabgaben: Die eigentliche Arbeit im Gewässer- und Artenschutz leisten ohnehin die ehrenamtlichen Mitglieder der lokalen Vereine vor Ort. Auch wir beim ASV Hasselroth finanzieren unsere Hegemaßnahmen, die Anschaffung von Nistpfosten, Besatzmaßnahmen zur Arterhaltung und Gewässeranalysen primär aus eigenen Vereinsmitteln und unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden.
Die Diskussion um den Bürokratieabbau zeigt deutlich, wie wichtig das Engagement an der Basis ist. Wir als Verein bleiben dran, investieren jeden Cent direkt in die Hege und Pflege unserer Natur und sorgen dafür, dass unsere Hasselrother Gewässer lebendige Ökosysteme bleiben.
Wie seht ihr das Thema? Diskutiert gerne mit uns bei den nächsten Vereinsabenden

Euer Vorstand des ASV Hasselroth